Das SABAMOBIL, . . .

                                                                    . . . das kein SABAMOBIL ist!


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Ein stolzer Name, aber wie lautet die Typ-Bezeichnung?


Bild 2

Wenn es doch so schön wäre, im lauschigen Garten Musik vom Band hören zu können.


Bild 3

Bereits hier fällt es auf, dass der Schriftzug "SABAMOBIL" fehlt.


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Klarer Fall, es fehlt der Radio-Teil?!


Bild 5

Wie beim "echten" SABAMOBIL können Bänder mit einem Spulen-Durchmesser von 8cm abgespielt werden.


Bild 6

In dem großen Drehknopf für die Lautstärke fehlt der coaxiale kleinere Knopf für die Senderabstimmung. Ebenfalls glänzt die Frequenzskala darüber durch Abwesenheit.


Bild 7


Bild 8

Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Bandlauf von rechts nach links.


Bild 9

Das Bandeinlegen ist selten so einfach!


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Das Besondere: Außer offenen Bandspulen konnte auch von Ungeübten mit wenigen Handgriffen eine Kassette eingelegt und abgespielt werden. Schneller Vor- bzw. Rücklauf waren nicht möglich.


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In der ersten Hälfte der 60er Jahre entwickelten eine ganze Reihe von Herstellern eigene Kassettensysteme, um die Bedienung der vorherrschenden Offenspulgeräte zu vereinfachen. Auf diese Weise sollte ein Käuferkreis gewonnen werden, der auf einfache Weise eigene Musik zusammen stellen, oder von konfektionierten Kassetten unabhängig vom Radioprogramm "seine" Musik hören konnte. (siehe hierzu auch "DC-Kassette" und "minifon Kassette")
Heute sind diese Versuche, ein eigenes Kassettensystem durchzusetzen, durch die Reihe als gescheitert anzusehen. Allein die von Philips entwickelte "Compakt Cassette" konnte ihren weltweiten über Jahrzehnte währenden Siegeszug behaupten.


Bild 12

Dieser Titelaufdruck bringt schließlich Klarheit, womit wir es zu tun haben:
Die Kassette entstammt einer Landesbildstelle oder einer kirchlichen Einrichtung. Sie enthält Aufnahmen in Musik und Text und darüber hinaus Steuersignale, die kaum hörbar, den Bildwechsel eines Diaprojektors steuern können.

Leichter ging es seinerzeit wirklich nicht:
Diaprojektor aufbauen, das Diamagazin einschieben, das SABA-Projektionssteuergerät anschließen und die Wiedergabe starten. Wie von Geisterhand geführt lief die Ton/Bildschau ohne weiteres Zutun eines Diavorführers.

Et voilà, fertig war die "Multimedia-Präsentation".


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Die Bedienung war denkbar einfach. Beim Auflegen der Kassette lag das Band sogleich in der richtigen Lage. Zum "Auswerfen" konnte man den Steg, rechts von der Kassette, nach rechts drücken. Dadurch wurde die Verriegelung gelöst und die Kassette leicht angehoben.


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"Zwangsweise" richtig: Das Band im lag immer korrekt im "Bandpfad", vorbei am Tonkopf und der Tonwelle.


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Wie unschwer zu erkennen ist, war die Öffnung für einen für das "echte" SABAMOBIL vorbehaltenen Tragegriff durch einen verchromten Blindstopfen verschlossen.


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An der "SIGNAL"-Buchse war ein Mikrofon zum Besprechen der Kassette und zum Setzen eines Signals für den Diawechsel anzuschließen.

Sehr wichtig war die "PROJ."-Buchse: Zum Einen wurde von hier aus der Diaprojektor gesteuert, gleichzeitig bekam aber auch das "SABAMOBIL" von hier aus den Betriebsstrom vom Diaprojektor(!). Die PIN-Belegung hierfür ist auf dem Bild markiert.
Ohne den Anschluss an einen Diaprojektor war ein Betrieb des "SABAMOBILs" nicht möglich! Es besaß weder ein Batteriefach, noch ein eingebautes Netz-Teil. Ob es ein externes Netzteil gab, ist mir leider nicht bekannt.


Bild 17

Es gab im Boden des SABAMOBILs weder Batteriefach noch Netzteil...


Bild18 einfügen

dafür aber einen Gleichrichter und einen Sieb-Elko.


Innere Ansichten


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Der laufruhige Antriebsmotor links unten, die momentkompensierte Schwungmasse rechts darüber und der große Breitbandlautsprecher sorgen für einen guten Klang.


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Die Rückseite des Gerätes mit den Endstufentransistoren. Durch die kräftige Endstufe konnten über den Anschluss von externen Lautsprechern auch größere Räume beschallt werden.


Bild 21

Wie bei den "Großen", nur ein Löschkopf fehlt.


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Sauber gemacht, eine aufwändig gebaute und . . .


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präzise arbeitende Laufwerkssteuerung.


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Der Antriebsmotor, in der Mitte unten im Bild, trieb über einen Flachriemen zwei! Schwungmassen an. Die im Bild hintere Schwungmasse wurde durch den Riemen "konventionell" durch "innere" Umschlingung angetrieben, während die vordere Schwungmasse durch die "Rückseite" des Flachriemens ihre Rotationsenergie erhielt. Durch diese unkonventionelle Kopplung drehten die Schwungmassen zueinander mit gegenläufiger Richtung.
Für ein mobil betriebenes Gerät ist das eine interessante Lösung, die das Antriebs-Moment von der äußeren Bewegung weit gehend entkoppelt, für ein stationär eingesetztes Gerät zur Diasteuerung aber völlig unnötig. Es lässt sich aber hieraus schließen, dass dieses "SABAMOBIL" von dem "echten" SABAMOBIL direkt abgeleitet war.


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Bild 26

Tonkopf, Tonwelle sowie Andruck-Rolle sind vorhanden. Es fehlt ein Löschkopf!


Bild 27

Der Feder belastete Stift halb rechts im Bild verhindert bei eingelegter Kassette ein versehentliches Löschen der Aufnahme.


Bild 28

Dieses Bild ist von oben durch die Kassette und ohne Gerätebbdeckung auf die "Kopf-Einheit" aufgenommen. Gut zu erkennen ist die eindeutig definierte Lage des Tonbandes.

 


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